Neue Wege der Weiterbildung in Unternehmen

Das Wissen to go

Unter betrieblicher Weiterbildung stellt man sich meist trockene und langweilige Vorträge in grauen Seminarräumen vor, kurz unterbrochen von Kaffeepausen und dem ständigen Wunsch, es möge doch bald vorbei sein. Dass dieses Lernmodell nicht den Anforderungen einer digitalen und agilen Arbeitswelt gerecht wird, verstehen immer mehr Unternehmen – und sehen sich nach Alternativen um.

Im Interview mit Hannes Amon, Managing Partner von ovos sprechen wir über neue Wege der Weiterbildung in Unternehmen, Micro-Learning und wie man einen nachhaltige Lernkultur integriert.

Im Interview

Hannes Amon leitet seit mehr als 16 Jahren als einer von vier Managing Partnern ovos media. Er steht für Game Based Learning und sieht Möglichkeiten und keine Grenzen.

Hannes Amon Managing Partner von ovos

Weiterbildung mit lebenslangem Lernen verknüpfen

Mit der Lern-App ovos play haben User*innen das betriebliche Wissen to go, jederzeit bereit und intuitiv aufbereitet. Damit wird die Lücke zwischen der formalen schulischen Ausbildung und der Arbeitswelt geschlossen, erzählt Hannes Amon, Managing Partner von ovos. 

„Schulisches Lernen, Weiterbildung in der Arbeit und das viel zitierte lebenslange Lernen verschwimmen immer stärker. Wir versuchen, das mit unserer Anwendung abzubilden und Unternehmen dabei zu unterstützen, Wissen gut verpackt weiterzugeben.“

Ein neues Lerndesign für nachhaltige Lernerfolge

Er plädiert dafür, Lernen und Weiterentwicklung in Zusammenhängen zu denken und Informationen zielgerichtet und häppchenweise weiterzugeben – nicht nur, aber vor allem um in Zukunft auch als Arbeitgeber*in attraktiv zu bleiben.

„Viele Firmen tun sich schwer, junge, talentierte Leute zu bekommen. Punkten können Arbeitgeber*innen hier mit individuellen Weiterbildungsangeboten, guten Inhalten, einem vernünftigen didaktischen Konzept und einer Software, die das auch abbilden kann.“

Er sieht sein Team nicht bloß als Provider von Lernsoftware, sondern als Partner*innen beim Aufbau eines neuen Lerndesigns:

„Wir stehen grundsätzlich für nachhaltiges Lernen, das Spaß machen soll und ständiger Begleiter ist. Die Lern-App to go kann jede*r nutzen, wann er oder sie möchte – oder auch gerade braucht.“

Gezielte Unternehmens-kommunikation in kleinen Häppchen

Viele Unternehmen hätten aktuell den Wunsch, Lernpfade individueller zu gestalten und Zielgruppen genauer anzusprechen, berichtet Amon aus der Praxis:

„Unternehmenskommunikation mit der Gießkanne funktioniert nicht mehr. Schlauer ist es, sich auf unternehmensinterne Zielgruppen zu fokussieren und diese mit genau dem Wissen zu versorgen, dass diese in dem Moment gerade brauchen.“

Damit das gelingt, setzt ovos play auf Micro-Learning, also Lernen in kleinen und kleinsten Einheiten. Solche „Informationsnuggets“ können in den unterschiedlichsten Bereichen eingesetzt werden: etwa in der Compliance oder dem Gesundheitsbereich, aber auch in der IT-Security oder in Verkauf und dem Personalmanagement. Besonders nachgefragt werde die Einsatzmöglichkeit derzeit auch im psychosozialen Bereich – ein Umstand, den Amon auf gesteigerten Bedarf und Aufmerksamkeit durch die Corona-Krise zurückführt. 

„Das Thema der psychischen Gesundheit war schon immer relevant, ist aber erst jetzt langsam in den Unternehmen angekommen. Immer mehr Arbeitgeber*innen möchten hier präventiv etwas anbieten.“

Situatives Lernen und rasches Feedback

„Wichtig ist, dass Informationen rasch und unkompliziert verbreitet werden können“, so Amon. „Dafür braucht es entsprechende Tools, mit denen man die Leute immer wieder anstupsen kann – Stichwort Mikro-Unternehmenskommunikation.“ 

Aber auch spielerische Wissensvermittlung und situatives Lernen seien wichtig:

„Unser Lerndesign konfrontiert User*innen mit bestimmten Situationen, auf die sie reagieren müssen. Jede Handlung wird mit sofortigem Feedback belohnt, das auf ganz konkreten Zahlen aufbaut.“

Wie gut ihre Lernlösungen implementiert werden, liegt laut Amon zu einem Gutteil auch an den Unternehmen selbst. Er rät Arbeitgeber*innen, neue Anwendungen in das gesamte Lerndesign im Betrieb einzubinden und Verantwortliche abzustellen, die Konzepte für verschränktes Lernen on- und offline entwickeln. 

Ziel: Eine nachhaltige neue Lernkultur

„Wir versuchen, die Unternehmen an der Hand zu nehmen und gemeinsam nicht nur ein Konzept zu entwickeln, sondern eine nachhaltige Lernkultur im Unternehmen aufzubauen. Dabei sind wir voll in die laufenden Prozesse integriert und haben das Ohr auch ganz stark an der Belegschaft.“

Wichtig sei in jedem Fall, für jede Lerneinheit schon von Beginn an jene Personen ins Boot zu holen, die für Lernen und Personalentwicklung im Unternehmen zuständig sind. Gemeinsam mit diesen werden Lerninhalte szenisch aufbereitet und in Geschichten übersetzt, denn, so Amon:

„Seit Kindheitsbeinen steckt uns der Lerninstinkt in den Knochen, wir wollen beständig unseren Horizont erweitern. Dem kann man entgegenkommen: Gemeinsam mit unseren Kund*innen gestalten wir auf Basis der fachlichen Inhalte ein ganzheitliches Konzept fürs Lernen im Unternehmen, das spielerisch nachhaltige Lernerfolge sicherstellt.“

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